Von der Erschöpfung zur Essenz
Es gab eine Zeit in meinem Leben, in der ich nur noch funktionierte. Als selbstständige Steuerberaterin und zweifache Mutter versuchte ich, Karriere und Familie mit aller Gewalt unter einen Hut zu bringen. Mein Alltag war ein Marathon aus Paragraphen, Bilanzen und schlaflosen Nächten. Ich arbeitete quasi rund um die Uhr – bis die Erschöpfung mich einholte. Ich war ausgebrannt.
Der erste Schritt: Yoga als Rettungsanker
In dieser Phase entdeckte ich Yoga. Es war mein Weg zurück zu mir selbst, mein Moment der Stille im Sturm. Yoga half mir, körperlich und mental wieder zu atmen. Ich war begeistert – so begeistert, dass ich unzählige Ausbildungen im Bereich Yoga und Meditation absolvierte und ein eigenes Yogainstitut aufbaute – zusätzlich zu meiner Steuerberatungskanzlei. Beides sehr erfolgreich, aber ich lebte defacto in zwei Parallelwelten. In der Kanzlei war ich die kühle Analytikerin, auf der Matte die achtsam Lehrende.
Die Suche nach der Verbindung
Ich wusste: Es muss einen Weg geben, das Beste aus diesen zwei Welten zu verbinden. Ich wollte die strukturelle Klarheit des Business nicht gegen die spirituelle Tiefe eintauschen – ich wollte beides. Das war der Startschuss für meine erste Ausbildung zum Business Coach.
Ankunft beim Ikigai
Nach vielen Aus- und Fortbildungen landete ich schließlich beim Ikigai-Konzept. Hier fand ich endlich den Rahmen, nach dem ich jahrelang gesucht hatte. Ikigai war das fehlende Puzzleteil, das meine Tätigkeit als Steuerberaterin, meine Leidenschaft für östliche Weisheitslehren und meine Erfahrung im Coaching zu einem harmonischen Ganzen vereinte.
Mein Warum heute
Heute brenne ich nicht mehr aus, ich brenne für meine Aufgabe. Ich habe meine Tätigkeiten auf die Essenz reduziert. Mein Ikigai ist es, Menschen dabei zu begleiten, genau diese Verbindung zu finden. Heute weiß ich, wirtschaftliche Wertschöpfung und persönliche Wirksamkeit sind kein Widerspruch, sondern die zwei Seiten einer Medaille.
Beides ist notwendig um ein Leben in innerer und äußerer Fülle zur führen.